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Willkommen bei der Spotlight Novell-FAQ

Auf dieser Seite will ich Novell Einsteigern auf einfache Weise und dennoch knapper Form im Umgang mit Novell Netware helfen. Hier werden nur grundlegende Sachen erklärt, für den tieferen Einstieg möchte ich vor allem die Seiten bei Novell http://www.novell.de oder http://www.braunstein.de empfehlen. Auf meiner Homepage unter http://ghostadmin.de.cx gibt es auch zahlreiche Tips rund um Novell.

Ich wünsche schon mal allen viel Spaß beim lesen!
Thomas Rechberger

Warum Novell?

Novell ist der führende Hersteller von Netzwerksoftware. Netware ist ein Profi-Netzwerk System aber erfordert jedoch einiges Know-How bei der Verwaltung. Es gibt kein anderes Betriebssystem das so auf Netzwerkbetrieb geschnürt worden ist. Netware ist ideal für größere Unternehmen dank zentraler Verwaltung. Die Kosten die während des Betriebs von Netware auftauchen sind sehr niedrig. Wenn ein Server mal richtig läuft dann bringt ihn so schnell nichts aus der Fassung. Server Uptimes von mehreren Monaten oder Jahren sind keine Seltenheit. Für kleinere Netzwerke ist eher Windows als Server zu empfehlen welche etwas einfacher zu administrieren sind wegen den grafischen Benutzeroberflächen.

Wohingegen aber gesagt werden muss das Windows 2000 auch einen erheblichen Schritt in Richtung Komplexität getan hat und Novell Netware deutlich schneller und übersichtlicher zu administrieren ist. Zu NT Server sei noch gesagt das dies es kein dediziertes System ist d.h. man kann z.B. Office auf einen NT-Server installieren und damit ganz normal arbeiten. Ob dies jetzt sinnvoll ist, lasse ich jeden für sich entscheiden.

Netware ist ausschließlich für den Serverbetrieb konzipiert und auch optimiert. Dadurch sind mehr Ressourcen frei die bei Windows schon mit einer grafischen Benutzeroberfläche von Haus aus belegt sind und da die Serverhardware nicht gerade billig ist, ist man froh um jede freie Ressource. Das es einen Rückgang bei Novell bei den Verkaufszahlen gibt ist richtig, jedoch sind die absoluten Verkaufszahlen gestiegen. Nur die Marktanteile sind gesunken. Viele große Firmen kommen auch wieder zur NDS zurück nachdem sie herbe Enttäuschungen durch NT erlitten haben. In meinen Augen gibt es nur sehr wenige Vorteile die für Windows als Netzwerkbetriebssystem sprechen z.B. die höhere Verfügbarkeit von Applikationen. Ich selbst mache Novell aus Überzeugung am Produkt.

Mit der NDS hat es Novell geschafft nicht nur Netware zentral zu verwalten sondern mit eDirectory auch noch Unix und NT basierende Systeme. Das eDirectory ist übrigens nichts anderes als die neueste NDS Version. Die NDS als Metadirectory gibt es nun schon fast über 10 Jahren; Seit Netware 4.0. Warum soll man da auf ein System wie Active Directory umsteigen das am Anfang seiner Entwicklungsphase steht und inkompatibel zu anderen Welten ist. Mit inkompatibel meine ich nicht das es z.B. bei NT möglich ist via Gateway zu Migrationszwecken Novell Netware Netze mit NT Netzen zu verbinden sondern das man aus dem eDirectory heraus NT und Unix basierende Systeme verwalten kann. Man hat eine einheitliche Oberfläche und der Aufwand für die Administration wird deutlich gesenkt. Dieses vorhin angesprochene Gateway, welches bei NT im Lieferumfang enthalten ist, dient zwar dazu um Netware mit NT zu verbinden doch es ist darauf ausgerichtet um langfristig von Novell Netware auf NT zu migrieren.

Ausserdem ist es momentan nicht mal möglich Active Directory zu reparieren. Wenn dort etwas schiefgehen sollte muss das gesamte Active Directory von Band wiedereingespielt werden. Ein wirklich sehr riskanter und nicht gerade trivialer Weg und es gibt noch viele weitere Fallstricke. Netware ist nach wie vor ein sehr stabiles System das sehr absturzsicher ist. Abstürze, unter Netware "Abends" genannt treten i.d.R. nur bei nicht sachgerechter Installation oder unausgereiften Produkten auf.

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen das bei Netware eine Serveraufrüstung oder Hardwareaustausch kein Thema ist während dies bei NT nicht so trivial ist und mit einigen Komplikationen verbunden ist, ja manchmal sogar nicht mal möglich ohne den Server neu zu installieren.

Netware kann auch PureIP

Das Protokoll IPX/SPX war von Anfang an fester Bestandteil von Netware. Da aber nun immer mehr LAN´s (lokale Netzwerke) mit dem Internet verbunden werden hat sich die Protokollfolge TCP/IP durchgesetzt. Seit Netware 5.0 ist nun ein PureIP Betrieb möglich.

Netware 3.X/4.X Servern können sich dagegen nur mit IPX/SPX unterhalten auch mit Netware 5 Servern. Die Server und die Clients tun dies mit dem NCP Protokoll (Novell Core Protocol) das ähnlich dem SMB Protokoll bei Windows ist. Zwar ist es möglich TCP/IP an einem Netware 4.X Server zu verwenden, jedoch leitet dieser nur die Pakete weiter und kann sie nicht auswerten. Oder anders ausgedrückt, ein Netware 3.X oder 4.X Server kann keine NCP Pakete über TCP/IP verschicken. Damit Netware 5 Server auf denen nur TCP/IP läuft mit Netware 3 oder 4 Server kommunizieren können muss auf dem Netware 5 Server das SCMD.NLM Kompatibilätsmodul geladen werden das IPX/SPX emuliert.

Der eine oder andere wird jetzt sagen das es doch NetwareIP bei Netware 4 gibt. Dies ist richtig, damit können Netware 4 Server mit den Clients über IP Pakete kommunizieren aber der Trick darin liegt das in diesen IP Paketen getunnelte IPX/SPX Pakete verpackt werden. Der Server packt seine IPX/SPX Pakete in einen IP Header und schickt diese über das Netzwerk zum Client. Der Client packt das IP Paket aus und verwertet den Inhalt via IPX/SPX. Nebensei sei noch gesagt das NetwareIP nur in einem Segment funktioniert. NetwareIP ist nur als Migrationshilfe gedacht und es wird nicht empfohlen dieses neu zu implementieren.

Die NDS

Die NDS ist lange nicht so komplex wie viele denken, zumindest nicht der Aufbau. Jedoch sei hier gleich zu Beginn gesagt das man die Struktur der NDS vorher sehr gut planen sollte denn eine Änderung ist hinterher nur mit erheblichen Aufwand möglich. Ein Baum repräsentiert die NDS. Dieser Baum enthält nun die ganzen Objekte wie z.B. User oder Druckerobjekte. Dies sind die sog. Leaf Objects. Die Objekte können mit "Organisations" und "Organisational Units" gruppiert bzw. strukturiert werden. In einem Baum steht die Organisation (Abk: "O") ganz oben und repräsentiert i.d.R die Firma. Darunter sind die "Organisational Units" (Abk: "OU"). In diesem Baum sind nun alle Netware Server enthalten.

Hier ein kleiner Größenvergleich: Eine leere Active Directory ist 44MB groß. Eine leere NDS passt auf eine Diskette. Eine Active Directory mit 50.000 Objekten ist 280MB groß, während die NDS bei gleicher Objektanzahl gerade mal 75MB groß ist. Bei Active Directory möchte ich noch erwähnen das es dort nicht möglich ist innerhalb eines Trees zwei gleichnamige Objekte zu erstellen während dies bei der NDS kein Problem ist weil die CN Objekte mit dem vollen Pfad gespeichert werden.

Zur höheren Sicherheit ist es möglich das die NDS nicht nur auf einem Server gespeichert wird (sog. Master Replica) sondern auf mehrere Server zur Ausfallsicherheit verteilt wird. Eine Replica ist ein Duplikat welches ständig aktualisiert wird. Weitere Server haben dann eine Read/Write Replica der NDS d.h. alle Änderungen die an der NDS vorgenommen werden, werden auch in den Read/Write Replicas registriert und gespeichert. Es gibt auch eine Read Replica aber die ist nicht wirklich sinnvoll. Die NDS kann hierbei auch noch in meheren Partitionen unterteilt werden und jeder Server kann unterschiedliche Replicas einer Partition verwalten. Die Verwaltung der NDS geschieht mit dem NDS-Manager oder mit der Console One. Der NDS-Manager befindet sich im SYS Volume unter dem Public Verzeichnis im Pfad \Win32\NDSMGR.EXE und die Console One im Pfad \mgmt\ConsoleOne\...\bin\ConsoleOne.exe.

Novell ist nicht nur Netware

Viele Leute denken das Netware nur für File&Print geeignet ist, das ist falsch! Novell selbst legt darauf Wert nicht nur mit Netware in Zusammenhang gebracht zu werden, schließlich ist bei vielen das Wort "Novell" ein Synonym für "Netware", sondern eben auch noch die NDS, die plattformunabhängig ist. Aber es gibt auch viele Zusatzprodukte für Novell die auch teilweise schon mit Netware ausgeliefert werden.

Zum Lieferumfang von Netware 5.1 zählt

- DHCP/DNS in eine Oberfläche integriert
- Netscape Enterprise Webserver bzw. Netware Entprise Webserver
- IBM Websphere Application Webserver Std. Edition (Vers. 3.5 Verfügbar)
- Pervasive SQL
- NDPS 2.0
- FTP Server
- Multimedia Server für Videostreaming
- LDAP
- SSL und PKI Verschlüsselung
- Webportal zur HTTP Verwaltung des Servers
- Catalog Services zur Nutzung von Contextless-Login, beim Anmelden am Client muss kein Context mehr angegeben werden

Weitere Produkte

Novell
- Z.E.N Works 3.0 for Desktops: zur Verwaltung von Clients (Remote), Imaging, Softwareverteilung. Im Lieferumfang ist auch der Virenscanner von NAI
- Z.E.N Works 3.0 for Servers: zur Verwaltung von mehreren Servern, Proxy Caching für Applicationen
- Z.E.N Works 2.0 Starter Pack, etwas abgespeckte Version gratis zum Download erhältlich, keine Remote Verbindung zu Clients und Software-/ Hardwareinventarisierung
- Groupwise 5.5: Mailserver der sich unbeeindruckt bei Makroviren zeigt, neu Version 6.0
- Bordermanager 3.0: Proxy Server mit integrierter Firewall. Einzigartig ist, das man von der Firewall einem Netware Login Rechte zuweisen kann.
- Managewise 2.6: Zur Verwaltung und Überwachung von Servern, dieses Produkt ist jetzt in Z.E.N Works 3.0 for Servers übergegangen
- NFS Server 3.0: damit Netware mit Unix Filesystemen kommunizieren kann
- ClusterServices (NCS): höhere Ausfallsicherheit und Performance
- SFT III: Server Mirroring, nur bis Netware 4.11 erhältlich

Connectivity
- AVM Multiprotokoll Router: ISDN Router für Netware mit NAT/IP-Masquerading
- AVM Netware Connect for ISDN: ISDN CAPI übers LAN und Remote Access Server für ISDN Clients

Virenscanner
- NAI Netshield Virenscanner für Netware Server

Backup
- Legato Backup for Netware
- Seagate Backup Exec (von Novell empfohlen)
- Cheyenne Arcserve

Ausblick auf Netware 6.0

Über das neue Netware 6.0, auch Sixpack genannt ist mir noch nicht viel bekannt. Es soll auf sehr große Netze ausgerichtet sein. Für kleinere Netze soll es Netware 5.5 geben. Neu ist eine Unterstützung des IPP Protocols. IPP dient dazu damit man Drucker über den Browser ansprechen kann. Besonders interessant ist der Native Client Support der momentan in der Betaphase für Netware 5.1 ist. Vorraussetzung ist eDirectory und SP2. Diese Native Client Support macht dann Novell Clients auf den PC´s überflüssig. Das ganze funktioniert so das der Novell Server gleichzeitig einen Windows, Unix oder Apple Server emuliert und der Client meint er habe z.B. einen Apple Server vor sich.

Hardwarevorraussetzungen

Bei Netware wird ein SCSI Rechner empfohlen. Es geht zwar auch EIDE aber dies kann zu Problemen führen. Ich habe selbst schon Probleme mit diversen CD-ROMs gehabt (z.B. Samsung 32x). Auch bei den Interrupts sollte man achtgeben. Der Interrupt 15, der vom 2. IDE Kanal verwendet wird, findet ebenfalls Verwendung von Netware und sollte daher freigelassen werden. Auch der Interrupt 9 sollte frei bleiben da dieser mit dem Interrupt 2 kaskadiert ist. Ich weiß nicht ob das bei jedem BIOS so ist, speziell bei Compaq habe ich gehört das Interrupt 9 zu Komplikationen führen kann wenn er durch eine Steckkarte belegt ist. Ältere Netware Versionen sind noch sehr genügsam dagegen darf es bei Netware 5 schon etwas mehr sein. Bei Netware 5.1 sind 96MB RAM das absolute Minimum und bei 5.0 sind es 64MB. Dies liegt daran das die Console One am Server etwas mehr Speicher benötigt. Bei der RAM Planung gilt etwa 10MB Ram pro 1GB HDD. Große Festplatten laufen auch auf alten Netware Versionen, man muss nur aufpassen das auch das BIOS derart große Festplatten unterstützt. Dazu gibt es aber einen Trick wenn die EIDE Festplatte größer als 8GB ist: Man muss vorher z.B. mit FAT32 die gesamte Festplatte partitionieren damit Netware mehr als 8GB erkennt.

Installation

Bei der Installation unterscheide ich zwischen Netware 3.X / 4.X und Netware 5.X. Bei der Installation sollte man sich für die englische Sprache entscheiden da diese weniger Fehleranfällig gegenüber der deutschen ist und dort auch ein paar Schreibfehler auftauchen. Ausserdem gibt es früher Pachtes.

Die DOS Partition die zur Installation von Netware erforderlich ist, sollte mind. 50MB haben. Wenn man sog. Dumps vom RAM erstellen will, benötigt man eine 1,5fache Größe des RAMs. Während der Installation muss man die sog. Netware Partition anlegen. Ein Netware Server kann nur EINE einzige Netware Partition haben aber dafür in mehrere Volumes unterteilt sein. Das System wird auf dem sog. SYS Volume installiert. Zusätzlich kann man ein weiteres Volume z.B. DATEN für die User anlegen. Die Größe von Partition und Volumes kann verändert werden, jedoch nur nach oben hin also nur wenn noch unpartitionierter Speicherplatz frei ist.

Netware 3.X / 4.X

Bei den älteren Netware Versionen ist zusätzlich eine MS-DOS Version notwendig. Ideal dafür ist MS-DOS 6.22 geeignet. Das DOS das bei Windows mitgeliefert wird, ist nicht empfohlen kann zwar funktionieren aber muss nicht. Bei Netware Small Business Versionen ist ein DRDOS im Lieferumfang auf der Netware CD enthalten. Nachdem man DOS installiert hat und den CD-ROM Treiber eingebunden hat sollte man auch folgende Settings in der Config.sys vornehmen: Files=30 und Buffers=30. Wenn die Installation fertig ist sollte man auch wieder alles aus der Autoexec.bat und Config.sys entfernen außer den 2 genannten Einträgen in Config.sys

Netware 5.X

Die Netware 5 Installation kann von CD-ROM gestartet werden. Es sollte kein Windows DOS oder MS-DOS zum installieren verwendet werden sondern das von der Installations CD. Ansonsten gibt es keine nennenswerten Tips.

Dateiarten

Wenn die Installation geglückt ist geht es erstmal darum sich zurechtzufinden. Nachfolgend eine Liste mit den wichtigsten Dateitypen:

.LAN = Netzwerktreiber
.LOG = Log Dateien
.NLM = Modul (Netware ist ein modulares System aus Modulen)
.NCF = Startdateien ähnlich Batch-Dateien
.CFG = Konfigurationsdateien
.EXE = Dateien die nicht am Server aber von einer Workstation aus aufgerufen werden können

Verzeichnisse

Und hier noch ein paar Verzeichnisse die oft benötigt werden:

\ETC = Einige Konfigurationsdateien
\JAVA = Verzeichnis für Java Runtimes
\NDPS = NDPS Drucksystem
\PUBLIC = Enthält Netware Clients, NWAdmin, DNSDHCP Manager, Console One
\QUEUES = Speicherort der Druckwarteschlangen
\README = Readme zu Netware
\SYSTEM = Speicherort der Module bzw. NLM´s

Die Konsole

Die Server-Konsole des Netware Servers ähnelt dem einer DOS Konsole. Hier können NLM Module geladen werden. Bei älteren Netware Versionen musste man vor dem Modul ein "load" angeben z.B. "load inetcfg.nlm", hingegen ab Netware 5 ist "load" nicht mehr notwendig. Mit dem Befehl "Modules" werden alle aktuell geladenen Module aufgelistet und mit der Eingabe von "Help" erhält man ein paar Steuerbefehle.

Ich möchte hier nicht näher eingehen da es sehr viele Module gibt.

Häufig genutzte Module sind:

inetcfg.nlm (Netzwerk Konfiguration)
ncmcon.nlm (Info über Netzwerkkarten)
nwconfig.nlm (Produktoptionen, Treiber usw.)
install.nlm (wie nwconfig.nlm nur bei älteren Netware Versionen)
monitor.nlm (Übersicht Parameter und Performance, Troubleshooting)
tcpcon.nlm (TCP/IP Info, Routing)
unicon.nlm (Verwaltung von NFS, FTP ...)

Client PC´s

Ein sehr umfragtes Thema ist der Client Zugriff auf Netware Server. Auf dem PC ist ein Novell Client notwendig damit er mit dem Server kommunizieren kann. Diese Kommunikation geschieht mit dem NCP (Novell Core Protocol). Bei Windows Domänen oder Workgroups geschieht dies mit SMB. Bei Windows ist zwar schon ein Client für Novell Netware dabei der den PC´s die Verbindung mit Netware ermöglicht jedoch bietet dieser nur Bindery basierende File&Print Services und muss ebenfalls nachträglich installiert werden (unter Dienste). Für die Nutzung aller Features von Netware ist der Client von Novell notwendig der unter http://support.novell.com unter Patches&Files downgeloaded werden kann (http://www.novell.com/download).

Die aktuell bei Novell erhältlichen Clients sind nur für neuere Netware Versionen geeignet und können zu Problemen mit älteren Netware Servern führen. Der neue Client ist z.B. auf Zenworks 3.0 ausgelegt und funktioniert nicht richtig mit Zenworks 2.0. Ältere Client Versionen können leider nicht von Novell downgeloaded werden. Unter http://support.novell.com/lifecycle/eoltable.html hat man eine Übersicht über die jeweiligen Produkte die nicht mehr vertrieben werden.

Hier ein paar nützliche Links:

http://www.patchwork.de/support/Produkt_IX_K.asp?IX=1
ftp://ftp.fh-hannover.de/pub/novell/updates/clients

Der Novell Client kann auch u.U zu Problemen führen bei der Installation. Es werden zahlreiche Dateien kopiert die bereits auf dem System vorhanden sind. Wenn schonmal ein Novell Client auf dem PC installiert worden ist, ist dieser unbedingt vorher zu entfernen und der Rechner neuzustarten!!

Macintosh Clients gibt es bei Prosoft.de. Allerdings ist dieser nur für IPX/SPX und NetwareIP (kein PureIP !!).

Die Zukunft wird so aussehen das es dank einer Native Client Unterstützung am Netware Server nicht mehr notwendig ist an einem PC einen Novell Client zu installieren. Dies funktioniert so indem der Netware Server mehere Betriebssysteme emuliert und z.B. einem Windows PC einen NT-Server vorgaukelt.

Verwaltung von Netware

Zur Verwaltung von Netware ist es nicht notwendig zu jedem Server einzeln zu rennen sondern diese können vom Client aus mit dem NWAdmin verwaltet werden. Dazu muss am Client PC der Novell Netware Client installiert sein. Der NWADmin befindet sich im SYS Volume unter dem Public Verzeichnis im Pfad \Win32\nwadm32.exe. Je nach OS kann der Pfad aber varieren. Die Dateien sind nach: Win95, Win32, Winnt strukturiert. Bei neueren Betriebssystemen ist es aber i.d.R das Verzeichnis Win32.

Novell wird in Zukunft auf die Console One setzen. Dieses Tool ist Java basierend und dadurch plattformunabhängig designed. Jedoch ist dieses Tool noch nicht völlig ausgereift weil es etwas langsam ist und sich gelegentlich aufhängt. Auch der Speicherbedarf ist dank Java sehr hoch und es eignet sich z.B. nicht um NDPS zu verwalten. Die Console One (C1) befindet sich im SYS Volume unter dem Public Verzeichnis im Pfad \mgmt\ConsoleOne\....\bin\ConsoleOne.exe

Trouleshooting und Tips

Hier ein paar Tips die gängig sind

- Syntetische Zeit bei Netware 5.0

Dies ist ein kleiner Schönheitsfehler unter Netware 5.0 der direkt nach der Installation auftaucht. Wenn nicht wirklich die Uhrzeit im Server um mehrere Stunden verstellt worden ist dann sollte man einen dsrepair NICHT ausführen. Man kann zwar dsrepair starten und eine neue Zeitepoche starten jedoch riskiert man dadurch die gesamte Sicherheit der NDS. Das kritische hierbei ist das alle Read/Write Replicas verworfen werden und die Master NDS repariert wird. Wenn sich hierbei ein Fehler einschleicht dann ist die gesamte NDS defekt. Abhilfe gegen diesen syntetischen Zeitfehler schaffen mittlerweile Service Packs für Netware. Bei Netware 5.1 ist dieser Bug nicht enthalten.

- lange Dateinamen auf den Volumes und Macintosh Unterstützung

mit dem Modul long.nlm kann man die Speicherung von langen Dateinamen bei Netware 4 ermöglichen. Man gibt ein: load long.nlm und anschließend wird der Support auf dem entsprechendem Volume aktiviert z.B. add name space long to sys; Dies fügt den entsprechenden Support hinzu. Für Macintosh nimmt man statt long.nlm das Modul mac.nlm. Die Parameter sind die selben.

- CDROM´s im Server

Um CDROM´s im Server zu aktivieren gibt man an der Konsole load cdrom.nlm ein. Bei Netware 5 wird nun jede eingelegte CD automatisch gemountet. Falls dies nicht der Fall ist, muss man NSS.NLM laden.

Bei älteren Netware Versionen muss man nach CDROM.NLM die CD-ROM manuell mounten: "cd device list" oder "cd volume list" gibt erste Informationen. Dann mountet man die CD mit: "cd mount #nr" wobei #nr für eine Zahl steht oder einfach mit "cd mount all". Bei Netware 3.X sind zusätzlich die Module ASPICD.DSK und bei EIDE zusätzlich IDECD.DSK zu laden. Danach das Modul AFTER311.NLM.

- Config.sys und Autoexec.bat

Diese Dateien sollten nach der Installation leer sein und die Config.sys sollte nur die Befehle: Files=30 und Buffers=30 enthalten.

- Server-Sprache ändern

Netware Server sollten aus oben schon genannten Gründen auf Englisch installiert werden. Die Sprache lässt sich auch nachträglich von z.B. Deutsch auf Englisch ändern indem man in NWCONFIG.NLM oder INSTALL.NLM auf den Punkt "Install an additional language" geht. Danach kann man mit "langage list" alle verfügbaren Sprachen anzeigen lassen und mit "language #nr" die Sprache ändern.

- Probleme bei der Netware 5 Installation

Probleme können diverse ATI Grafikkarten (z.B. Mach64) im SVGA Modus machen. Aus diesem Grund ist es ratsam Netware vorerst im Standard VGA Mode zu installieren und nachträglich an der Java Konsole auf SVGA zu wechseln.

© 06/2001 by Thomas Rechberger