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Smiley Hasta la Vista ...
Hallo OHW.



> Kurz gesagt, ich stehe vor der Wahl: Vista oder Linux.

> Und Vista kommt erst 2007, also habe ich Zeit genug dem

> Umstieg auf Linux zu proben...



Für Computererfahrene ist das kein Problem. Ein Problem ist allenfalls fehlerhafte Hardware, die explizit für Windows hergestellt wurde[1]. Alles Klippen, die sich mit ein wenig Recherche umschiffen lassen.



Und? Wie sieht's mit den Computerlaien aus?



Zum einen sind moderne Linux-Distributionen immer graphischer geworden: Was Du von DSL beschrieben hast, läßt sich von anderen Distributionen noch viel mehr behaupten: Eine (K)Ubuntu-CD ins Laufwerk geschoben, ein paar Klicks gemacht - installiert ist das neue Linux-Betriebssystem. Die graphische Oberfläche läßt sich sogar dem Aussehen und Verhalten von Windows anpassen (was ich für einen Nachteil halte; ich finde KDE als Oberfläche schon ziemlich benutzerfreundlich und stelle nur ein paar Feinheiten für mich um. KDE ist die Oberfläche von Kubuntu, zu Ubuntu kann ich nichts sagen; es lassen sich aber beide Versionen - wie DSL - auch ohne Installation ausprobieren). Also: Warum nicht testen?



Unter der graphischen Haube ist natürlich vieles anders; ich finde es übersichtlicher: Alle meine persönlichen Daten und Einstellungen sind in *meinem* Heimverzeichnis, nicht verstreut wie noch zu Zeiten von Windows 9x. Softwareinstallation und -deinstallation geht komfortabel über den Paketmanager, also über ein einziges Programm[2], das *alles* sauber verwaltet. Keine verseuchte Registry. Tja.



Zum anderen sind Microsofts Nutzungsbedingungen untragbar. Schlimmer noch sind die proprietären Dateiformate: Wer DOC benutzt, muß bis ans Ende der Tage MS Office und damit Windows und damit Windows Vista und damit die Nachfolger von Windows Vista verwenden. Je früher man wechselt, desto einfacher die Umstellung.



Hätte ein Laie die Wahl, ein anderes Betriebssystem als Windows zu nutzen, so würde er dies sicherlich tun. Zumindest glaube ich das. ;)



Abgesehen von (K)Ubuntu, das ich selbst gar nicht verwende, würde ich die Klassiker Knoppix und besonders Kanotix empfehlen. Ich denke aber, daß Einsteiger bei dem weniger experimentellen Kubuntu besser aufgehoben sein werden.



Das heißt natürlich alles nicht, daß Linux das bessere Windows ist - es ist komplett anders, weshalb es niemanden überraschen sollte, wenn die Lösung eines komplexen Problems oft in einem einfachen Befehl auf der Kommandozeile zu finden ist. ;)



Wer Angst hat, daß er ein kaputtes Linux-System nicht reparieren kann: Kannst Du denn ein kaputtes Windows-System reparieren? Unter Linux habe ich immerhin die Gewißheit, daß ich alle Daten mit meiner Live-CD (z. B. Kubuntu) einfach lesen und bearbeiten kann; die Daten eines nicht startbaren Windows' hingegen sind diesbezüglich wesentlich hartnäckiger …



Linux-erfahrene Bekannte in der Nachbar- oder Verwandtschaft sind am Anfang natürlich ebenfalls eine große Hilfe, ähnlich wie die lokale Linux User Group (LUG) oder das Forum nebenan … bei mir war's der Arbeitskollege, dessen Hilfe ich (damals mit Knoppix) allerdings kaum benötigte; aber greifbare Hilfe beruhigt.



Übrigens finde ich die Vorstellung von zu Scheiben gepreßten Pinguinen abartig. ;)



Liebe Grüße,



Jane



[1] WLAN-Karten und -USB-Sticks sind da schlechte Beispiele; aber es gibt genügend Geräte, die anstandslos unter Linux laufen, es gibt genügend Seiten, die geeignete hardware auflisten.



[2] Eine leicht vereinfachte Darstellung; aber Laien, die nur ein komfortables graphisches Werkzeug nutzen, stören sich ja nicht daran, daß es für andere Anwender mehrere nützliche Werkzeuge gibt.

Gegen die Editierfunktion.


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