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Smiley Re: wirklich? Apotheken sind wohl keine klein- und Mittelbetriebe?
"[ich kann mich in Österr. an einen Fall in den letzten 15 Jahren erinnern ...]"Ich denke, wir reden hier von Deutschland."In einer Apotheke lebst du noch gemütlich unter einem Glassturz auf Watte gebettet"Sorry, aber diese Aussage zeigt, daß Du von der Materie anscheinend keine Ahnung hast. Wenn das immer noch Deine Meinung ist, können wir leider auch nichts tun..."Ich finde es auch überaus sozial, dass rückgegebene Medikamente erneut verrechnet werden dürfen, als sie jemanden zukommen zu lassen der bedürftiger aussieht als es der Aoptheker tut."Hä? Zurückgegebene Medikamente dürfen weder erneut verrechnet und wieder an Kunden abgegeben, noch an Bedürftige verschenkt werden. Das Ganze wäre nämlich strafbar und ein Apotheker würde damit seine Zulassung riskieren. Das ist somit keine Entscheidung des Apothekers, sondern die derzeitige Gesetzeslage."Fahren die Phamakonzerne keine Milliarden ein?"Stimmt, aber was haben die Apotheken damit zu tun (außer daß sie die Medikamente im Auftrag der Krankenkassen ausgeben)? "Die Vertriebskosten stehen weiterhin in keinem Verhältnis zum Herstellungspreis. Darauf bist du übrigens wieder nicht eingegangen. Kennst du einen Markt mit höherer Gewinnspannen?"Richtig, aber was haben die Apotheken damit zu tun (außer daß sie die Medikamente im Auftrag der Krankenkassen ausgeben)? "Deswegen ist auch klar warum die Apotheken als Handlanger der Pharmazie eine der letzten geschützten Werkstätten sind."Bullshit!!! Einzig, alleine und ausschließlich die Krankenkasse entscheidet, welches (rezeptpflichtige) Medikament die Apotheke abgeben darf. Das ist in der Regel nicht einmal das Medikament, das auf dem Rezept steht. Der Apotheker hat absolut keinen Spielraum, um alternativ günstigere (oder teurere) Medikamente abzugeben.Mit den Gewinnspannen der Pharmaindustrie hat die Apotheke definitiv nichts zu tun. Dahinter stecken die Industrie, die Krankenkassen und die (versagende) Politik. Selbst die Ärzte haben keinen Einfluß mehr auf die Medikamentenverschreibung, da ausschließlich die Kasse entscheidet, welches Medikament von der Apotheke abgegeben werden darf. Daher wird von vielen Ärzten nur noch der Wirkstoff verschrieben, und kein konkretes Medikament mehr.Nur von der Abgabe rezeptpflichtiger Medikament kann eine Apotheke derzeit nicht mehr leben. Daher ist sie auf die Einnahmen freiverkäuflicher Medikamente angewiesen. Klar, daß die aber preislich nicht mit den Internetaoptheken mitkommen, die vorwiegend in diesem Segment verkaufen. In der Apotheke, in der meine Frau arbeitet, werden auf Aspirin z.B. 30% auf den EK aufgeschlagen. Davon muß aber die Lagerhaltung, das Personal und das Ladengeschäft mitfinanziert werden. (Abgesehen davon, wer heute immer noch das teure Aspirin kauft und nicht die Generika, ist doch selbst schuld...). Ebenso müssen die Medikamente finanziert werden, die zwar im Lager sind, aber nicht rechtzeitig vor dem Verfall abgegeben werden können. Diese werden vom Großhandel zwar zurückgenommen, aber es werden oft Abschläge von bis zu 50% (vereinzelt sogar garkeine Rücknahme) vorgenommen.Auch wenn Du es nicht glaubst, die sogenannten "fetten" Zeiten (die übrigens auch nicht fetter als in anderen Berufen waren) für Apotheken sind definitiv vorbei. Und es wird immer schwieriger, insbesondere durch die teilweise vollkommen absurden Vorgaben der Krankenkassen und der Politik.Also, wenn Du auf jemanden herumhacken willst, dann such Dir den Richtigen aus. Geh doch mal mit Deinem Rezept in die Apotheke und laß Dir zeigen, was damit geschieht und welche Vorgaben die Apotheke beachten muß, bis sie Dir dann endlich ein von der Kasse vorgeschriebenes Medikament geben darf.



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