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Smiley Es geht also mal wieder ums liebe Geld ...
... auch wenn keine Seite dass so zugeben will und stattdessen ehrenwerte Motive vorschiebt.Aber für die Künstler geht es ganz sicher auch ums Geld, nicht nur um die Ausübung ihrer Berufung. Drei Gründe gibt es insbesondere für Künstler, mit ihrer Kunst Geld zu machen: a) zunächst mal die Deckung der notwendigen Ausgaben (für Instrumente, ...) b) als Künstler von seiner Kunst leben können, seine ganze Zeit seiner Berufung widmen können und nicht in einem bürgerlichen Beruf arbeiten zu müssen (was eine professionelle künstlerische Tätigkeit ja fasst ausschließt) c) sich ein schönes Leben ermöglichen: wir leben im Kapitalismus, und in dem lebt man um so besser, je mehr Geld man hat bzw. verdient. Wer träumt nicht von Aufstieg und Luxusleben? Erfolgeiche künstlerische Betätigung ist eine der wenigen Möglichkeiten, dies zu verwirklichen, und der Wunsch nach Reichtum und Aufstieg meist eine der wichtigsten Triebkräfte für künstlerische Betätigung. Unabhängig davon besteht aber bei Künstlern fast immer der Wunsch, für seine Leistung auch finanziellen Gegenwert zu erhalten. Die meisten Künstler wollen ihre Arbeiten nicht verschenken.Dabei darf man (gerade beim Lesen der prominenten und erfolgreichen Künstler, die unterschrieben haben) nicht vergessen, dass es nur wenige Künstler zu Ruhm und Reichtum bringen. Die meisten halten sich mal gerade so über Wasser, würden in einem bürgerlichen Beruf mehr verdienen.---------------Für die "Gegenseite" geht es schlicht darum, fremde Leistungen zu genießen, ohne was dafür zahlen zu müssen. Und natürlich gibt das kaum einer zu, dass er sich die Bezahlung sparen möchte.Stattdessen wird argumentiert: - meine Freiheit wird verletzt, wenn ich für eine Leistung bezahlen soll, die technisch auch umsonst möglich ist - die Künstler produzieren überwiegend Schwachsinn - für Schwachsinn muß man nicht bezahlen - Künstler sind raffgierig und eh zu reich - also muß ich diesen unmoralischen Gierschlünden auch nix zahlen - Kunst sollte keine Ware sein (und daher kostenlos)Aber das wahre Motiv bleibt - wie gesagt - leicht erkennbar: fremde Leistung umsonst bekommen (dies aber so nicht zugeben).------------------------------------Dieses Problem besteht überall da, wo Werke auf elektronischem Wege nahezu kostenlos koperbar sind. Es betrifft insbesondere: - Standardsoftware - Musik - Filme - Hörbücher - FotosDagegen sind Werke, die nicht problemlos und ohne Qualitätsverlust elektronisch kopierbar oder vertreibbar sind, weitgehend davon verschont, so - gemalte Bilder - Bücherund natürlich alles, was stofflich ist (von Hardware über Lebensmittel bis zu ...).Dabei ist es so, dass - sobald die Möglichkeit besteht, sich fremde Leistungen kostenlos zu kopieren - kein Unrechtsbewusstsein mehr besteht, dass dies ohne Erlaubnis des "Schöpfers" Diebstahl von geistigem Eigentum ist. Stattdessen wird der, der das Werk überhaupt erst geschaffen hat, moralisch ins Unrecht gesetzt (um die eigene moralische Schlagseite zu verdecken). Dabei verhalten sich sowohl Künstler als auch Konsument getreu ihrer wirtschaftlichen Position im kapitalistischen System: - der eine bietet was an und will dafür Kohle sehen (möglichst viel) - der andere will das zwar haben, dafür aber möglichst wenig oder gar nichts zahlen.Heute muss sich jeder, der Software, Musik oder Filme vertreibt, überlegen, ob die unerlaubten Kopier-Möglichkeiten des Internet überhaupt noch die Realisierung der finanziellen Ziele (Kostendeckung - davon hauptberuflich existieren können - viel dabei verdienen) zulassen oder ob auf ein künstlerisches Projekt (das fast immer auch ein wirtschaftliches ist) nicht verzichtet wird (falls damit kein Gewinn zu erwirtschaften ist).



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