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Smiley Die Wahrheit ist....
Die Wahrheit ist doch, dass die meisten Künstler (also vor allem Musiker) nicht von ihren Produkten leben können, weil sich die Plattenfirmen den eigenen Arsch vergolden.Die Band meines Bruders hat nach Ablauf eines Vertriebsrechts einer südeuropäischen Plattenfirma deren Restbestände zurückerhalten. Etliche dieser offiziell im Handel befindlichen CDs hatten keine GEMA-Signatur...Im letzten Jahr ist ein Presswerk des deutschen Labels SPV in Osteuropa aufgeflogen, in dem SPV angeblich einige 100-Tausend CDs (auch von Bands des eigenen Labels!!!!!!) "schwarz" (und natürlich ebenfalls an der GEMA vorbei) produziert haben soll. So werden dann die Bands um Tantiemen betrogen. Statt 150.000 Exemplaren wurden dann offiziell nur 15.000 verkauft - der Rest ist Reingewinn, natürlich am Künstler vorbei. Gleichzeitig wird aber auf den bösen, bösen Raubkopierer Jagd gemacht, die sich ab und an ein paar Tracks illegal was nach wie vor im privaten Bereich umstritten ist) ziehen. Da werden dann Kleingeldprozesse geführt, während die gleichen Firmen "Raubkopien" professionell herstellen und aus purer Gewinnsucht verscherbeln!!!!!Aber beschissen wird ja überall (siehe Siemens & friends). Schade nur, dass sich auch jemand wie Lindenberg, der sich ja auch für viel Gutes stark gemacht hat (und dazu gehören auch klare Verdienste um die deutsche Rock- und Popkultur), sich jetzt vor den Karren der Musikmafia spannen lässt.Die Realität für Bands sieht inzwischen so aus, dass immer mehr winzige Labels aus dem Boden gestampft werden (selbst der untalentierteste Rapper hat ja sein eigenes), die natürlich nicht in der Lage sind, die Radio-Stationen mit Promo-CDs zu überschwemmen, Anzeigen zu schalten oder auf anderem Weg für ihre Produkte zu werben. Die großen Labels gehen kein Risiko mehr ein, in dem Newcomer aufgebaut und gefördert werden (brachte eine fertige Produktion einer neuen Band vor 10 Jahren noch 25.000 bis 50.000 ein, sind es heute nur noch rund 5.000 - und wir reden von einer pressfertig produzierten CD, nicht ein paar Songideen auf Tapes! Davon kann niemand leben, geschweige denn die Unkosten der Produktion aufbringen.) Statt dessen werden "Künstler" gecastet (der erste "No Angels"-Hit war ein aufgewärmter Flop vom Vorjahr, der bereits produziert in der Schublade lag und eben nur neue Gesangsspuren erhielt - übrigends auch nicht besser als im Original - und der deutsche Michel wurde via Televoting zum Kaufen "seines Produkts" genötigt. Das ist das Musik-Business in Germany: Feige Marketingstrategen an vorderster Front und linkische Mafiosos im Hintergrung, die dem dämlichen Käufer noch dämliche Hupfdohlen verkaufen, die erstens nicht ansatzweise das können, was sie in jeder Großraum-Disko vorführen (so ist das eben bei Vollplayback) und zweitens solange ausgepresst werden, bis die nächste fette Schnecke an der Reihe ist. Dank des "CD-Sounds" beim Vollplayback ist der technische Aufwand für die Bühnenshow außerdem äußerst günstig. Eine echte Live-Band benötigt für einen vergleichbaren Sound einen erheblich höheren und natürlich auch teureren Aufwand, was der Konzertbesucher natürlich bezahlen muss. Vor 20 Jahren war der Anspruch an den Sound nicht so hoch wie heute, dafür gab´s aber auch viele Live-Veranstaltungen für 25% des heutigen Preises. Diesen Umstand macht sich die Musikmafia wieder zu Nutze: Billige Playback Veranstaltungen zum Ticket-Preis echter Live-Musik. Die "Stars" bekommen ihr Taschengeld, Playback- wie Live-Bands, nur die Gewinnspanne ist eine deutlich andere. Weshalb sollte die Industrie also Wert legen auf "Künstler" (also jene Performer, die wirklich was können)? Das Volk will beschissen und ausgenommen werden. Und es ist ja offenbar auch glücklich, wenn es zu seinen Hits schunkeln oder marschieren kann....



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