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Smiley Re: Re: Eure Erfahrungen mit W10

>> Währe interessant, womit Du nicht glücklich bist.W8.1 hatte noch Schwächen (vor allem die Kachel-Desktop Umschalterei)W10 finde ich absolut genial und gelungen. Vor allem extrem Ressourcenschonend. Beid er gleichen Hardware ist W10 64bit im Vergleuich zu W7 64bit extrem schnell.Blöd finde ich den Edge-Browser. Der ist definitiv noch nicht zu gebrauchen. Aber es gibt ja Alterbativen dazu.Ich verwende Windowes schon seit W3.1 (W3.1, W15, W18, W-NT3, W-NT4, W-XP, W7, W8.1, W10). Alle hatten Ihre Vor- und Nachteile. Aber seit XP ist W10 ein geniales BS.

 


 

 

Oje, womit soll ich anfangen?

 

Optisch hat sich Einiges getan, auch die Usability hat sich stellenweise verbessert, das will ich noch nicht einmal abstreiten. Zusätzlich wurden viele neue Funktionen implementiert, die zwar hübsch aussehen, im Grunde genommen aber keiner braucht. (zB: Blickpunkt, etc. Die Kacheln gab es ja schon mit W8.) Hinter den Kulissen lauert jedoch das Chaos! Die Gesamtbilanz ist auf jeden Fall sehr ernüchternd!

 

Beispiel 1:

Jedes(!) Update legt mir das komplette Netzwerk an zwei Standorten lam. Da hilft es noch nicht einmal, mit QoS die Bandbreite in Richtung Microsoft zu beschränken, denn W10 weicht dann auf irgendwelche Rechner im Internet aus, welche noch weniger Leistungsfähig sind. Mittlerweile habe ich mit AD-GPO die Bandbreite von Bits auf das absolute Minimum herabgesetzt, so dass das Netzwerk nicht mehr vollständig zusammenbricht und arbeiten wenigstens noch eingeschränkt möglich ist. Viele aus meiner Abteilung haben schon das Handtuch geworfen und aufgegeben, die Lage in den Griff zu bekommen.

 

Beispiel 2:

Nach jedem Update sind die persönlichen Einstellungen wieder weg, insbesondere aber drängen sich Cortana und Edge immer wieder so massiv in den Vordergrund, dass es schon fast peinlich ist. Die Begründung, es gäbe Probleme mit der ausgewählten Standardsoftware wirk dabei eher wie eine lächerliche Ausrede.

 

Beispiel 3:

Viele Apps und Dienste fordern mehr Rechte, als sie eigentlich brauchen. Was bei Android regelmäßig Anlass zu einem Beinahe-Shitstorm ist, wird bei Microsoft anstandslos geduldet. Warum eigentlich? (Bsp: Ein simples Offline-Tool benötigt Standort-Informationen und Internetverbindung. Geht's noch?)

 

Beispiel 4:

Wozu brauche ich auf meinen Arbeits-PC eigentlich das vorinstallierte "Feature"Candy-Crush-Saga? Aus welchem Grund kommt es immer mit jedem Update wieder, obwohl ich es schon mehrfach deinstalliert habe? Wieso ist die einzige Abhilfe eine GPO, die das Ausführen der App verbietet? Dasselbe gilt auch für X-Box-Live, Microsoft Office "kaufen" (obwohl ich es schon installiert habe!) und viele andere "Features".

 

Beispiel 5:

Die automatischen Zwangsneustarts rauben mir den letzten Nerv! Erst diese Woche wieder vollzog Windows ohne Vorwarnung einen Neustart, mitten in einer Oracle-Migration. Nicht nötig zu erwähnen, dass die DB hinüber ist und wieder vollständig hergestellt werden muss. (Wobei ich diesmal Windows-Updates deaktivieren werde!) Oracle für sich alleine ist manchmal schon die Hölle, aber in Verbindung mit Windows10 ist die Kombination aus beiden absolut tödlich für die Arbeit. Und als ob das nicht schon reichen würde, zerschießen mir die Neustarts auch regelmäßig die Backups. (Server sichern auf den PC und von über Nacht auf das Band). Manchmal sind die Bänder so korrupt, dass ich schon mal bis zu einer Stunde brauche, bis sie das System wieder akzeptiert. Der zuständige Kollege hat seinen Ärger inzwischen bei Microsoft Feedback kund getan. Ich musste ihn deswegen leider maßregeln, obwohl ich genauso empfinde.

 

Beispiel 6:

Das Beste wie üblich zum Schluss! Ich habe als Arbeits-PC eine High-End Maschine mit 4x 6-Core Intel Prozessoren, macht zusammen 24 Kerne. Unter Windows 7 werden die anstandslos akzeptiert. Windows 10 hingegen "erkennt" nur zwei Prozessoren. Mir fehlen also auf Anhieb 12 Kerne, was sich durchaus bemerkbar macht. So kommt es, dass Windows 7 spürbar(!) leistungsfähiger ist, als Windows 10. Ein Blick in die HAL brachte keine Erkenntnis, sehr wohl aber eine Suche im Deepnet. Demnach führt Microsoft die "erfolgreiche" 2-Prozessoren Strategie aus dem Serverumfeld in Windows 10 ein. Dies bedeutet, dass ich für die anderen beiden Prozessoren zusätzliche Lizenzen erwerben müsste, um sie zu nutzen. Jeder der die Kosten bei Microsoft für Prozessorenlizenzen kennt, weis was das bedeutet! Das halte ich für "frech", um es mal höflich zu formulieren. Doch letztendlich hat diese Strategie für mich den Vorteil, dass ich von der Untenehmenspolicy ausgenommen bin und als Einzige mit Windows7 weiter arbeiten darf muss. Leider bleibt mir als Leiterin der IT-Abteilung jedoch das Drama mit den anderen Windows10 Maschinen nicht erspart.

 

Beipiel x:

Alles was mir gerade nicht einfällt oder ich jetzt bewusst auslasse, wie zB (Cortana, Edge und Bing, One-Drive, ...)

 

Dazu kommt noch die negative Hardwarebilanz:

- 1 PC vollständig geschrottet.

- 8 PC's mussten mit RAM und SSD aufgerüstet werden, da sie zu langsam liefen.

- Etliche Zusatzhardware musste neu beschafft werden, da die Hersteller sich weigern, für Windows 10 neue Treiber für die alte Hardware zur Verfügung zu stellen. Ich habe auf einem PC sogar mal getestet, ob die alte Hardware mit den neuen Treiber funktioniert und siehe da! Passenderweise verbieten die Lizenzbedingungen jedoch den Einsatz der Hardware mit nicht freigegebenen Treibern. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.(Da ist ausnahmsweise Microsoft mal nicht Schuld dran, obwohl ...)

 

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich so schnell nicht den Wunsch verspüre, wieder auf Windows 10 zurück zu gehen und lieber abwarte, wie es sich weiter entwickelt. Auf meinem Arbeits-PC hingegen kann ich Windows 10 nicht ohne erhebliche Einbußen nutzen, selbst wenn ich wollte. Wenn Microsoft nicht von dieser Politik weg geht, wird es für diesen PC niemals eine Migration geben können. Und ich bin froh, dass mein CTO die Lage richtig erkannt hat und im Vorstand sowie im ITS eine Ausnahme für mich durch drücken konnte. Langfristig jedoch wird das Thema Linux am Arbeitsplatz wieder eine größere Rolle spielen (müssen).

 

Ach ja, einen "Vorteil" von Windows 10 möchte ich nicht verschweigen! Einige Mitarbeiter_innen loben mich inzwischen mehr als sonst. Ich glaube, die wollen mich alle weg befördern, damit sie meinen PC haben können. Entsprechende Neid-Andeutungen gab es schon immer! Sie meinen es aber nicht böse. Ich nehme daher alles mit Humor ;-)

 

LG

Michaela

 


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Möchtegern-Profi: "Bei Linux gibt es wenigstens keinen BlueScreen"

Echter Profi: "Stimmt! Dort ist er schwarz und heißt Kernel-Panic!"

 



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